Thursday, September 28, 2006

Moin Moin!

Mit einem nordisch-frischen Gruss sende ich Euch alles Gute von der Perle des indischen Ozeans nach Deutschland rueber. Unsere Temperaturen lassen mich momentan wahrlich von einer nordischen Brise traeumen, denn es ist mal wieder unertraeglich heiss. Na ja, Zaehne zusammen beissen und durch. Ich habe Euch dieses Mal wieder einige interessante Neuigkeiten zu liefern. Unsere Woche war abwechslungsreich und voller neuer Eindruecke, denn “Sightseeing” stand auf dem Programm- wir sahen uns zwei Einrichtungen der Schwestern an, das heisst wir befinden uns noch in einer, ich schreibe von deren Computer aus.
Am Montag machten wir uns auf den Weg nach Munakera, nahe Negombo, um uns eine Art Rehabilitationszentrum der Good Shepherd Sisters anzusehen, was aehnlich arbeitet wie unsere Einrichtung. Um das Konvent zu erreichen war dann zum ersten Mal Bus fahren angesagt. Am Vorabend toente ich auf die Frage, ob wir die Fahrt alleine hinbekommen wuerden, noch gross herum:” Natuerlich fahren wir alleine mit dem Bus, wir muessen ja irgendwann ohne unseren netten Babysitter zurecht kommen”, doch letztendlich bekamen Bianca und ich dann doch kalte Fuesse und so machten wir uns mit der Telefondame unserer Anleiterin, einer auf die siebzig zugehenden alten Lady, auf den Weg zum Konvent.

Part 1: Abenteuer Busfahren und Munakera
Wer in Sri Lanka Bus fahren moechte, sollte sich mit einigen Eigenheiten vertraut machen, die einen Trip auf eigene Faust ohne srilankische ortskundige Begleitperson deutlich erschweren koennen. An der ersten Bushaltestelle wurde uns dann schnell deutlich, dass wir ohne Babysitter wahrscheinlich in unserem Angstschweiss ertrunken waeren (o.k., ganz so schlimm vielleicht nicht, aber schon nah dran).
1.Keine Beschriftung am Bus, die fuer uns lesbar gewesen waere. Dass heisst ohne top Singhalesischkenntnisse ist man aufgeschmissen. Ohne die Info von der alten Dame waeren wir wahrscheinlich in den Bus nach sonstwohin gestiegen.
2.Die Busfahrer rufen die Namen des Zielortes an jeder Haltestelle aus. Schoen, das half uns jedoch auch nicht weiter, denn in unseren Ohren klang das Ganze eher wie die wahllose Aneinanderreihung von Lauten. Ich meine wuerdet ihr Euch nicht etwas ueberfordert vorkommen, wenn ihr in den Bus nach Colombo einsteigen muesst und der Busfahrer schreit nur :” Cobfklhl, Cojblk, Conbffl” und das im Rennstreckentempo etwa 100 mal pro Minute!
3.Es ist schon von Vorteil, wenn man eine bekannte Person neben sich stehen hat, die einen im Falle einer unangekuendigten Vollbremsung, was so ungefaehr jede Minute vorkommt, sicher in seinen Armen auffaengt.
4.Wenn man dann sitzt, ist die Welt in Ordnung, man muss dann nur jemand schlauen um sich haben, der weiss wo man auszusteigen hat, denn die Bushaltestellen haben schoene grosse Bildchen mit Bussen darauf, jedoch keine Beschriftungen.
5.Am Besten ist es eine top Kondition mitzubringen. Denn wenn der Bus haelt und du nicht binnen einer Sekunde aus dem Ausgang gehuepft bist, faehrt der gute Busfahrer einfach mal weiter! So kann einem sogar im alltaeglichen Leben noch das ein oder andere Abenteuer begegnen.
Nachdem wir dann mit einem ueberteuerten 3Wheeler am Konvent angekommen waren, bot sich uns ein wirklich idyllischer Anblick. Das Konvent war frisch renoviert und direkt an einem See gelegen, von dem eine frische Brise herueberwehte, ueberall Blumen und eine beruhigende Stille.
Das Treffen mit den Schwestern vor Ort war leider nicht sehr effektiv. Die leitende Sister klaerte uns zu Anfang ueber die schlechte Situation in der Einrichtung auf. Sie seien unterbesetzt und sie sei Tag und Nacht auf den Beinen, weil die Arbeit sonst kaum zu schaffen waere. Wir hatten in der Einrichtung zuvor durch unsere Schwester anfragen lassen, ob es moeglich waere ein paar Wochen dort taetig zu werden, um andere Projekte wirklich hautnah mitzuerleben – wir wurden darueber aufgeklaert, dass eine Mitarbeit auf Grund der schlechten Arbeitssituation im Moment auf keinen Fall moeglich sei. Pech gehabt, aber wir haben ja noch viele Hospitationen in den Good Shepherd Institutionen vor uns und wie heisst es doch so schoen, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Part 2: Die Free Trade Zone
Gegen Ende der Woche war ein zweitaegiger Aufenthalt in einem Beratungszentrum mit angegliedertem Hostel der Sisters in Amandoluwa nahe der Free Trade Zone in Katunayake angesagt. Dies ist ein riesiges Fabrikviertel nahe Negombo, wo ueber 80.000 Arbeiter, davon 75 Prozent Frauen, aus ganz Sri Lanka unter teils sehr harten Bedingungen in etwa 80 verschiedenen meist auslaendischen Firmen arbeiten. Aus diesem Areal geht eines der hoechsten wirtschaftlichen Einkommen von Sri Lanka hervor. Die Arbeitsbereiche der Firmen beziehen sich z.B. auf Kleidung, Blumen, Computerteile, jegliche Arten von Accessoires, Tabak, Diamanten, Fischernetze, Segel, Lederprodukte, Handschuhe und vieles mehr. Die Arbeiter sind dort als normale Fabrikarbeiter, Qualitaetspruefer, eine Art Abteilungsleiter, und zur Ueberpruefung der Bilanzen an Computern angestellt. Je nach Position erhalten sie dort eine Bezahlung von 4400 bis zu 5000 Rupies im Monat. Oft werden sie gezwungen unbezahlte Ueberstunden zu leisten, um eine hoehere Produktion zu erzielen, wenn sie krank sind, sich verspaeten, sich weigern Ueberstunden zu leisten oder das Produktionsziel nicht erreicht wird, wird ihnen oft der Lohn gekuerzt.
Die Schwestern bieten etwa 75 solcher “Working Girls” im Alter von 18 bis 30 Jahren eine Unterkunft in ihrem Hostel, betreuen sie bei Bedarf auch therapeutisch und geben ihnen professionelle Beratungen. Die Maedchen kommen oft aus eigener Motivation zu den Schwestern, auch werden sie manchmal von den Firmen an die Schwestern verwiesen, wenn diese Problemlagen bei ihnen vermuten. Neben Diskussionsrunden zu verschiedenen Themen wie Abtreibung, Drogen, Lebens- und zukunftsplanung, organisieren sie Trainingsprogramme, um den Maedchen arbeiterische Faehigkeiten an die Hand zu geben, die ihnen einen eventuellen Berufswechsel ermoeglichen, wie z.B. Kochkurse, Computer- und Englischkurse oder die Bearbeitung von Edelsteinen fuer die Schmuckindustrie. Die Schwestern arbeiten oft mit einigen NGO’s zusammen, die professionelle Fachkraefte fuer die Projektleitung zu ihnen schicken bzw. Sie leiten einige Traings auch selbst.
Wenn die Maedchen nach einem 8 bis 11 Stundentag am Abend zum Hostel kommen, koennen sie an den verschiedenen Workshops freiwillig teilnehmen. Wir haben mit ihnen zwei Abende verbracht und einen Einblick in das bunte Treiben in dem Beratungszentrum gewinnen duerfen. Eines haben wir sehr bewundert: Dass die Maedchen, nach einem so monotonen und harten Arbeitstag noch die Kraft aufbringen ihre Ressourcen mit oft hoher Motivation am Abend bis 22.00 Uhr schulen zu wollen. Diese Energie, innere Disziplin und Kraft wuerde ich nicht aufbringen koennen. Es hat mich zugleich sehr betroffen gemacht, da mir dies gezeigt hat in welch harten Lebenssituationen diese jungen Frauen stehen und wie hart sie oft dafuer arbeiten, um einen Hauch von einer besseren Zukunft sehen zu koennen.
Diese Maedchen kommen oft von weiten Landesteilen in diese Free Trade Zones, von denen es auf Sri Lanka mehrere gibt, um dort zu arbeiten. Von ihrem Lohn bleibt ihnen oft nur wenig, da sie die meist verarmten Familien durchbringen muessen. Fuer die Arbeitsfahrten und die Unterbringung geht ein weiterer Teil des Lohnes verloren. Das Haupteinkommen der Dorfbewohner liegt in der Vermietung von Arbeitsunterkuenften fuer die Arbeiterinnen und Arbeiter. Fuer die Maedchen ist die Gegend um die Free Trade Zone zunaechst voellig neues Terrain, in dem sie Freiheit vermuten. Aus einfach doerflichen Verhaeltnissen stammend und mit der neuen eigenverantwortlichen Situation ueberfordert, werden sie oft Opfer von Gewalt, sexuellem Missbrauch, ungwollter Schwangerschaft, illegalen Abtreibungen und Drogenmissbrauch. Oft kommen verheiratete Maenner in dieses Areal und heucheln ihnen die grosse Liebe vor. Wenn die Maedchen sich dann auf sie einlassen nehmen sie ihnen ihr Geld und ihre Wertsachen und lassen sie sitzen. Mit diesen Problemen sind die Schwestern in ihrer Beratungstaetigkeit oft konfrontiert, die auch die Bewohner des Dorfes in Anspruch nehmen. Es war eine interessante Erfahrung in diese Gegend zu kommen. Mit den Maedchen zu sprechen, ihre oft mueden, manchmal gebrochenen aber oft auch starken Haltungen zu sehen sowie dieses gesamte Arbeitsareal zu besichtigen.

Part 3: Und wenn die Hoffnung wirklich fast stirbt…
Bianca und ich kommen gerade von dem wohl krassesten Trip hier auf Sri Lanka zurueck, wir sind immer noch total fertig. Diese Free Trade Zone hat eine sehr charakteristische Atmosphaere. Diese wollten wir uns, durch die Schwestern organisiert, in Begleitung zweier Ortskundiger Maedchen aus dem Hostel ansehen. Zur Feierabendzeit machten wir uns also auf den Weg zu einem der Gates, durch die taeglich Menschenmassen zur Arbeit stroemen und abends zurueck kommen. Wir wollten diese Eindruecke einfangen, um Euch in Deutschland life davon berichten zu koennen – auch mit Fotomaterial. Und genau das war absolut keine gute Idee.
Wir wollten an einem Gate ein paar Fotos knipsen, als uns ein Officer ermahnte dies zu unterlassen, was wir auch taten. Auf dem Weg zur nahegelegen Busstation fuhr uns eine Art Aufseherin schroff an. Sie war uns gefolgt und wir sollten mitkommen. Alle Augen waren auf uns gerichtet, junge und alte Menschen, Maedchen, Jungen und 3Wheelerfahrer, alle starrten uns an, wie wir verloren in dieser Menschenmasse umherirrten, die blanke Angst in den Augen stehend. Was hatten wir getan?
Binnen zwei Minuten fuhr ploetzlich ein Fahrzeug vor und ein Polizist stieg aus. Er fragte uns nach unserer Erlaubnis fuer das Fotografieren. Wir hatten natuerlich keine und wir versuchten ihm unseren Hintergrund zu erklaeren und das wir von der “Permission” nichts wussten, doch er fuhr die Maedchen verbal sehr hart an und hoerte uns nicht zu. Mit einem Puls von 180 riefen wir unsere Schwester voellig verzweifelt vom Handy aus an, auf dem sich nur noch etwa 100 Rupies befanden. Wir reichten das Handy an den Officer weiter, als das Gespraech ploetzlich beendet schien. Dann oeffneten die Officer die Tueren ihres Jeeps- “ You come with us to the Policestation. This is Sri Lanka, not Germany, you are hurting the Srilankan rights. Maybe you take Fotos for ….”, den Rest haben wir nicht mehr verstehen koennen. Wir waren voellig geschockt, weigerten uns mitzukommen und starteten einen letzten Telefonversuch mit den Schwestern. Wir bekamen sie an den Apparat und unsere Srilankische Begleiterin bat sie schnell zu kommen. So harrten wir vor dem Gate aus waehrend das Auto ploetzlich wegfuhr- doch wir mussten am Gate warten! Kurz darauf kam der Jeep mit einem wohl hohen Polizeiofficer angebraust. Er schnappte sich meine Kamera, worauf ich sagte, dass sie mein Eigentum sei und sie mir zurueck nahm. Sie wollten uns wieder dazu bewegen mit zur Polizeistation zu kommen und fuhren uns hart an, doch wir beharrten darauf auf die Schwestern zu warten. Sie beschuldigten uns in unfreundlichem Ton mit ihnen zu “fighten” und schickten letztlich die jungen Maedchen in Richtung Polizeistation. Eine von ihnen blieb ganz cool: “ Don’t fight. You stay here and wait for the sisters”. Es war echt Gottes Fuegung, denn genau in diesem Moment kamen die Schwestern von der anderen Strassenseite zu uns herueber und konnten einen Abtransport der Maedchen zur Polizeistation verhindern.
Als wenn jemand einen Knopf im Hirn dieser aggressiven Affen umgelegt haette waren sie zu den Schwestern penibelst hoeflich und baten sie ihnen zur Polizeistation zu folgen, zwecks Personalienaufnahme eines Maedchens, was in einer Fabrik arbeitete sowie einer Schwester. Wir hielten ab jetzt den Mund und liessen die Schwestern sprechen. Sie erklaerten unsere Posituion, dass wir Volunteers in ihrer Einrichtung seien und unwissend bezueglich der Erlaubnis. Wir kamen mit einem blauen Auge davon und mussten die Fotos loeschen. Die Polizisten sagten, dass wir im Falle einer Weitergabe unseres Sachverhalts an die Regierung mit einer Ausweisung zu rechnen haetten. Doch sie hatten unsere Daten nicht notiert und die Schwestern stellten ihre diplomatischen Faehigkeiten gekonnt unter Beweis, indem sie die Maenner mit guter Miene zum boesen Spiel beschwichtigten.
Uns sitzt der Schrecken noch in den Gliedern und wir schaemen uns dafuer, dass wir diese Maedchen, zwar unwissend, jedoch letztendlich in Schwierigkeiten haetten bringen koennen. Ein eventuelles Nachspiel des Ganzen koennte eine Polizeikontrolle des Hostels der Schwestern sein, was diese jedoch fuer unwahrscheinlich halten. Zum Glueck waren die Maedchen, die uns begleiteten singhalesischer Herkunft. Urspruenglich haben die Schwestern angedacht auch ein tamilisches Maedchen mit uns zu schicken. Waere eine Tamilin bei uns gewesen haetten sie uns wegen Verdachts der Unterstuetzung der LTTE unter Arrest gestellt (das muss man sich mal reinziehen!) – gerade fuer das tamilische Maedchen haette es ein boeses Nachspiel gegeben, eine laengere Gefaengnisstrafe vielleicht und wir waeren des Landes verwiesen worden!
“ Why do you feel ashamed? It is a worth experience, even for us- that way you should take it. Now we know how to handle these things really, don’t worry”, sagten die Schwestern immer wieder zu uns, wenn wir unseren Aerger ueber unsere eigene Unbedachtheit zum Ausdruck brachten. Wir waren besonders bestuerzt darueber, diese jungen Frauen in Schwierigkeiten gebracht zu haben, obwohl es in den Augen der Schwestern keine waren. Wir fuehlten uns eben toericht und dumm. Gerade das Gefuehl, dass im Falle einer Begleitung durch ein tamilisches Maedchen gerade fuer sie viel mehr haette passieren koennen, schnuert mir die Kehle zu.
An diesem Abend habe ich jedoch eines wieder deutlich gemerkt und dafuer “ Danke” gesagt: Wir sind nicht allein und er- da oben, er ist wahrhaftig da und lenkt unsere Wege…
In diesem Sinne verabschiede ich mich erstmal. Das Wochenende in Colombo wird voraussichtlich ohnehin mal wieder nicht sehr spannend werden. Aber ich habe jetzt erstmal genug Spannung erlebt und zwar mindestens fuer die naechsten vier Wochen!

Love and Peace
Nina

@ Sandy: Cool, dass Du mich besucht hast, habe mich riesig gefreut und habe Dich uebrigens auch sehr lieb! Hoffe ich finde bald mal Zeit Euch persoenlich zu schreiben. Bis dahin seid beide herzlich umarmt.

@ Papa and Family: Schoen etwas von Dir im Netz zu lesen, wenn es hart auf hart kommt setzt Du Dich ja doch mit dem Internet auseinander. Echt ein tolles Gefuehl zu merken wie sehr Du Dich in den Kontakt haengst und Dich um mich bemuehst. Ich liebe Dich sehr. Gruesse die anderen lieb von mir. Macht Euch auch bitte keine Sorgen, es ist jetzt alles in Ordnung und es war, auch wenn es hart war, eine Erfahrung wert.

6 comments:

Anonymous said...
This comment has been removed by a blog administrator.
Mama said...

Anonym hat gesagt…
Hallo Nina,
rufe immer mal wieder deine Seiten auf. Heute auch den ganzen Tag über wieder mal. Plötzlich heute Abend dann deine neue Nachricht auf dem Blog.....Du kannst dir vorstellen, dass mir der Schrecken noch in den Gliedern sitzt. Ich habe das Gefühl alles hautnah mit- und nach zu erleben. Du schilderst es sehr lebendig. Du kannst dir vorstellen - mein Mutterinstinkt läuft auf vollen Touren. Papa konnte es am PC nicht so gut lesen. Habe ihm alles ausgedruckt.
Was müsst ihr für eine Angst ausgestanden haben. Mutig finde ich, dass du den Fotoapparat einfach wieder zurückgenommen hast. Eigentlich müsste man den Spiegel oder Stern nach eurem Aufenthalt auf solche Umstände aufmerksam machen......Haarsträubend....
Geschockt bin ich auch von den Nachrichten über Sri Lanka in den letzten Tagen - sogar Condoleezza Rice hat sich zu Wort gemeldet unter dem Motto: So geht es nicht weiter. Im Land tobt der Mob - natürlich im Norden, Osten und Südosten... Wir lesen jeden Tag davon. Du kennst meine Sprüche: Sei vorsichtig! Auch ich danke Gott, dass er euch beschützt hat und auch dafür, dass ihr kein tamilisches Mädchen bei euch hattet.
Eines wird mir aber auch durch eure Schilderungen deutlich. DAs Geld, dass wir durch Spenden, Trödeltreffs und den Kartenverkauf erwirtschaften, ist bei den SChwestern gut investiert....!
HOffen wir, dass wir noch viele Unterstützer finden.
Die Uhr nähert sich Mitternacht - ich gehe schlafen - bin mit dir verbunden und spreche gleich noch mit deinem Schutzengel. Möge er sich mit vielen anderen Schutzengeln zusammenschließen und bei euch allen sein. God bless you und alle anderen, die mit dir deinen Weg gehen. Grüße an die Schwestern und Dank für ihr kuraschiertes Eintreten. Ich liebe dich.
Deine Mama
P.S. Wir haben noch Karten bei den Schwestern bestellt. Sage Ihnen, dass sie in eine Tüte immer nur zehn gleiche Karten stecken sollen. Dann brauchen wir sie nicht zum Verkauf aus der Tüte nehmen und sie bleiben sauber.
MOrgen telefonieren wir!

2:36 PM

mama said...

Hallo Nina,
hatte meinen Kommentar zwei mal veröffentlicht - deswegen habe ich einmal gelöscht. Schickst du wieder Fotos?
Noch mal alles Liebe Deine Mama

Anna said...

Hey Nina!
Kohomede?
Was soll ich dazu sagen? "That´s Sri Lanka!!!" haben wir immer gesagt! Sei froh, dass du noch mit einem blauen Auge davon gekommen bist. Wie deine Mutter schon sagte, du schreibst das echt so als wäre man dabei gewesen... Ich glaube ich hätte gar nix mehr machen können ;-) also Hut ab!!!
Sag mal, hat nicht die Eva ihr Praxissemester in der free trade zone gemacht? Bin mir da gerade nicht ganz sicher. Aber sie auch hatte von solchen Arbeitsbedingungen gesprochen!
Hoffe dass dir die e-mail ein wenig geholfen hat und ich wünsche dir wahnsinnig viel spaß in Hikkaduwa. N Träum! Grüß die Bianca auch mal ganz lieb von mir! Es ist immer wieder schön etwas aus dem eigentlich schönesten land der Welt was zu hören... das eigentlich erklärt sich ja von selber ;-)

Hugs and kisses
podi nangi!!!

P.S.: Busfahren macht Spaß, wenn die richtige Musik gespielt wird ;-)

Nina said...

Hi Nina!
Es tut mir leid dass ich erst so spät schreibe, aber ich war ja erst noch arbeiten, dann im Urlaub und jetzt bin ich eigentlich im Umzugsstress, aber ich wollte zumindest ganz kurz liebe Grüße hinterlassen.
Ich finde deine postings sehr interesssant, du gibst dir wirklich sehr viel Mühe damit! Da können wir hier zu Hause zumindest einigermaßen einen guten Eindruck vond em bekomen, was da da unten so tagtäglich erlebst.
So, das war's leeider schon für dieses Mal, ich melde mich wieder wenn ich mehr Zeit habe.
Gnaz liebe Grüße und alles Gute! Bis bald! Nina

katharina said...

Hi Nina, sehr interessant und teilweise mindestens eben so schockierend Deine Posts zu lesen. Habe gerade laut angefangen beim Lesen zu kommentieren und habe dann gleich Eivind alles uebersetzt. Klingt ja als waert Ihr einem Sweatshop ganz schoen nahe gekommen. Im endeffekt seit Ihr dann aber nicht mehr rein gekommen wie es scheint. Hattet echt Glueck! Das reizt mich irgendwie ganz schoen auch mal so was zu machen, obwohl es ja echt kein zuckerschlecken ist. Bekraeftigt nochmal genau hinzuschauen, woher die Sachen sind, die man so kauft und alles daran zu setzen so viel wie moeglich solche Produkte zu vermeiden. Obwohl das den Leuten auch nicht gerade hilft, wenn man es einfach nicht kauft, denn dann landen sie wahrscheinlich ganz mittellos auf der Strasse. Man sollte sich wohl eher dafuer stark machen, dass die Firmen, die dort ihre Sachen herstellen, fuer bessere Arbeitsbedingungen sorgen und lieber mehr bezahlen (und die Firmen koennten vielleicht auch auf einen Bruchteil der Einnahmen verzichten). Schwere Themen. Freue mich, die mal im Hauskreis zu diskutieren, wenn Du wieder da bist und ich zu Besuch komme.
Eigentlich sollte Sandra sich mal mit einem Textildesigner zusammen tun und nen Label gruenden, das Trendy Mode unter fairen Bedingungen herstellt. Geschieht leider nicht so viel. Habe mal fuer meinen Blog nachgeschaut (irgendwann Anfang des Jahres). Gibt so'n paar Firmen mit Skatershirts und eine (amerikanisch produzierte) mit kompletter Modeproduktion- aber alles so'n sporty stil. Naja, ich hoere mal auf Dir einen Knopf an die Backe zu schreiben. Will noch meinen Blog updaten und gleich kommt ein Freund von Eivind vorbei und wir holen take-away Curry, Videos und machen uns den verregneten Sonntag abend schoen. Morgen geht's auf Arbeits- und Wohnungssuche.